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OBERLIGA: Sportfreunde holen Punkt nach starker Aufholjagd bei ETB

Nachdem der Ligastart im neuen Jahr für die Sportfreunde Baumberg aufgrund der Spielabsage gegen den KFC Uerdingen verschoben werden musste, stand nun beim ETB Schwarz-Weiß Essen das erste Meisterschaftsspiel 2026 an. Trotz eines 0:2-Rückstands zur Pause bewiesen die Baumberger Moral, kamen stark zurück und nahmen am Ende einen verdienten Punkt mit nach Hause.

„Herzlichen Dank für diese Freundschaft und das ganze Drumherum. Wenn ich jetzt zum Spiel komme, dann kriege ich erst eine dicke Ader, wenn ich an die erste Halbzeit denke, weil die erste Halbzeit von uns nicht gut war, sie war absolut nicht gut. Wir haben direkt mit so einem viel zu langen Rückpass angefangen. Da hat man gesehen, dass die Mannschaft noch sehr, sehr lethargisch ist. Essen war sehr, sehr giftig, war sehr präsent. Gerade in den Zweikämpfen, gerade im Zentrum, viele Balleroberungen. Wir haben gerade in der ersten Halbzeit, in der Anfangsphase, waren wir immer zweiter Sieger, waren bei den zweiten Bällen nicht so präsent, haben vieles vermissen lassen, waren oft einen Schritt zu spät und haben dadurch ETB auch sehr viel Raum gegeben. ETB hat das super ausgespielt, dann auch mit 1:0 und dann auch mit 2:0. Wir hatten dazwischen ganz kurze Phasen, wo man es ein bisschen hat aufblitzen sehen, aber unsere Fehlerquote war halt einfach zu hoch. Gerade vorne kam gar kein Ball an. Und es ist natürlich schade, wenn ich Timmy nach 24 Minuten ersetzen muss und die beiden anderen Stürmer auch verletzt sind. Ich war schon zur Halbzeit sehr stinkig. Die Stimme ist auch schon ein bisschen weniger. Also ich war dann zwar sachlich in der Halbzeit, aber auch ein bisschen lauter. Ich habe den Jungs gesagt: Wir haben Löwen gegen Kätzchen gespielt, und meine Mannschaft waren leider die Kätzchen. Und wenn wir uns nicht anpassen, dann werden wir auch nicht mehr zurückkommen. Die Mannschaft kam aber mit einer ganz anderen Körpersprache in der zweiten Halbzeit raus, war direkt sehr präsent, war selbst halt wirklich sofort auf 180. Und dann für mich natürlich eine sehr, sehr kuriose Szene: Direkt nach zwei Minuten bekommen wir erst den Elfmeter, wo wir uns natürlich freuen, klar, und dann wird der Elfmeter aus wirklich sonderbarerweise zurückgenommen, weil der Linienrichter auf der ganz anderen Seite den Schiedsrichter überstimmt. Ich selber weiß es nicht, weil wir auch weit entfernt stehen. Aber wenn ich als Schiedsrichter so eine Entscheidung treffe, würde ich mich niemals von so einer Stimme überstimmen lassen. Das war direkt ein Nackenschlag. Allem hätte ich mir gewünscht, dass man dem Kapitän Bescheid sagt, warum man die Entscheidung zurücknimmt, weil die ganze Mannschaft gar nicht wusste, warum der Elfmeter jetzt zurückgenommen worden ist. Aber was mir imponiert hat, war: Die Jungs sind drangeblieben. Die Jungs haben weiter Druck gemacht, die Jungs sind sehr gut angelaufen, haben dann auch die zweiten Bälle endlich gewonnen. Und in der 60. Minute machen wir dann auch verdientermaßen, zu dem Zeitpunkt aus meiner Sicht, das 2:1, kommen noch mal ran. Da haben wir auch gespürt: Hey, hier ist was drin. Wenn du so dranbleibst, dann ist da auch was drin. Und das ist uns glücklicherweise auch gelungen, dass wir belohnt worden sind. Wir haben auch die Konterangriffe von ETB sehr gut im Griff gehabt, also wir waren viel näher dran an den Gegenspielern. Am Ende geht es mit dem 2:2, glaube ich, in Ordnung, und wir sind natürlich froh, gerade wegen der ersten Halbzeit. Ja, wir wissen aber auch und sehen jetzt gerade nach diesem Spiel: Wir haben noch einige Dinge, an denen wir arbeiten müssen, was wir noch besser machen müssen. Aber gut, dafür haben wir die nächsten Wochen Zeit“, sagte Cheftrainer Salah El Halimi in der Pressekonferenz nach dem Spiel.

 

Am kommenden Wochenende ruht der Ligabetrieb aufgrund der Karnevalstage. Stattdessen bestreiten die Sportfreunde Baumberg ein Testspiel gegen die Sportfreunde Düren. Anstoß ist am Samstag, 14. Februar, um 12:00 Uhr auf der Sportanlage am Kielsgraben.

 

Für die Sportfreunde spielten:

Schwabke (TW), Yigenoglu, Harneid ©, Hölscher, Akaogi (66. Hömig), Sitter (1), Haderer, Lo Castro (77. Sezer), Burovac, Knetsch (24. Kurt, 70. Idoguchi), Özden (1)